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Podiumsdiskussion – ein Rückblick nach vorne

Liebe Viechtacherinnen und Viechtacher,

plötzlich war es so weit: Ich saß tatsächlich auf dem Podium zur Diskussionsrunde für die Bürgermeisterwahl. Die Stadthalle war proppenvoll – über 500 Interessierte waren gekommen. Ein überwältigender Anblick!

Vielleicht war es Kalkül, vielleicht nur die Aufregung, dass der Moderator Matthias Wagner mich trotz schriftlicher Vorlage zwar als „Karl-Dieter Naumann“ vorstellte, mir aber nur zwei erwachsene Kinder zuschrieb. Tatsächlich sind es drei – was ich ihm und dem Publikum dann auch deutlich mit drei ausgestreckten Fingern signalisierte. Aber man muss es positiv sehen: Trotz dieses Fauxpas hatte er es geschafft, mir die erste Anspannung zu nehmen.

Warum ich das Grundgesetz verschenkt habe
Wer dabei war, weiß: Es wurde emotional. Besonders mein Abschlussstatement sorgte für Aufsehen. Ich habe meinem Sitznachbarn auf dem Podium eine Ausgabe des Grundgesetzes überreicht. Das war für mich kein bloßer Show-Effekt, sondern eine Herzensangelegenheit. Unsere Verfassung ist das Fundament, auf dem wir hier in Viechtach und in ganz Deutschland sicher und frei leben.
Dass dieses kleine Buch am Ende des Abends achtlos liegen gelassen wurde, hat mich in meiner Haltung nur bestärkt. Zu allem, was ich an diesem Spätnachmittag geäußert habe – auch zur klaren Abgrenzung gegen Extremismus – stehe ich. Ein Bürgermeister muss Haltung zeigen, und das habe ich getan.

Was im Eifer des Gefechts fehlte: Meine Visionen für Viechtach
Ich bin kein Freund von abgelesenen Manuskripten, deshalb sprach ich auch bei der Diskussionsrunde frei heraus. Doch zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen: Im Eifer des Gefechts und der großen politischen Debatten habe ich zu wenig über meine ganz persönlichen, positiven Vorstellungen für unser Viechtach gesprochen. Diese konkreten Ideen, die unser tägliches Leben besser machen, möchte ich hier nachholen:
Der Stadtplatz als Treffpunkt: Unser Zentrum braucht dringend ein neues Gesicht. Es fehlt Raum für gemeinsame Treffen von Jung und Alt außerhalb der Gastronomie. Meine Idee: Sogenannte „Ratschbankerl“ – einfach hinsetzen und ein Gespräch beginnen.
Lebendige Innenstadt: Wie wäre es mit einer Spielstraße von der Bücherei bis zum „Hinkofer-Eck“? Das bringt Leben und Sicherheit für Familien in die Stadt.
Barrierefreiheit ernst nehmen: Dass die abgefrästen Gehwegkanten für gehbehinderte Menschen und Kinderwägen oft an den falschen Stellen gesetzt wurden, habe ich bereits im Vorfeld bei Begehungen mit der örtlichen Presse deutlich gemacht. Hier werde ich dranbleiben.
Moderne Info: Eine digitale Info-Tafel am Alten Rathaus für Einheimische und Touristen fehlt bisher völlig.
Freizeit: Wir brauchen sichere Radwege und müssen den Schellererpark wieder als zwanglosen Treffpunkt etablieren. Förderung des Ehrenamtes: Egal ob im Verein oder als Privatperson. Insbesondere unserer freiwilligen Blaulichtorganisationen. Gesicherte Trinkwasserversorgung: Weg vom Fernwasser und wieder hin zu mehr eigenem Trinkwasser aus alten und neu zu erschließenden Quellen. Stabiler Haushalt: Ein stabiler Haushalt ist wichtig, diese Ziele solide zu finanzieren. Mehr Bau- und Gewerbegebiete bringen dauerhafte Steuereinnahmen.

Mein Fazit
Mein erstes Fazit unmittelbar nach der Podiumsdiskussion lautete ehrlich: „Ich bin nicht zufrieden.“ Nicht zufrieden, weil ich diese wichtigen Punkte auf der Bühne nicht mehr unterbringen konnte. Aber jetzt schaue ich nach vorne.
Ich habe auf dem Podium das Grundgesetz verteidigt, und hier verteidige ich meine Ideen für ein lebenswertes Viechtach. Lassen Sie uns darüber sprechen – in persönlichen Gesprächen, bei Ihren Fragen und Wünschen.

Ihr Klaus-Dieter Neumann

Hier im Anschluss folgt noch der Text in leichter Sprache:

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Viechtach,

vor kurzem gab es eine große Veranstaltung in der Stadthalle. Es war eine Diskussions-Runde mit den Kandidaten für die Wahl zum Bürgermeister. Über 500 Menschen sind gekommen. Das hat mich sehr gefreut.

Ein kleiner Fehler am Anfang
Der Moderator hat mich vorgestellt. Dabei hat er einen Fehler gemacht: Er sagte, ich hätte nur zwei Kinder. Aber ich habe drei Kinder. Ich habe es ihm mit drei Fingern gezeigt. Durch diesen Fehler war ich weniger aufgeregt.

Das Grundgesetz ist wichtig
Am Ende der Runde habe ich meinem Sitz-Nachbarn ein Buch geschenkt: das Grundgesetz. Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz-Buch in Deutschland. Darin stehen unsere Rechte. Zum Beispiel, dass wir frei leben dürfen. Das Buch ist mir sehr wichtig. Ich finde: Ein Bürgermeister muss zeigen, wofür er steht. Ich bin gegen Menschen, die unsere Freiheit kaputt machen wollen.

Meine Ideen für Viechtach
In der Stadthalle habe ich viel über Politik gesprochen. Aber ich habe zu wenig über meine Pläne für unsere Stadt gesagt. Das möchte ich jetzt nachholen.

Das sind meine Ziele:

Der Stadtplatz: Ich möchte „Ratsch-Bankerl“ aufstellen. Das sind Bänke, auf denen man sich ausruhen und mit anderen Menschen sprechen kann.

Eine Spiel-Straße: Zwischen der Bücherei und dem „Hinkofer-Eck“ soll es eine Spiel-Straße geben. Das ist sicher für Familien.

Bessere Wege: Gehwege müssen für Rollstühle und Kinderwagen besser gemacht werden. Ich kümmere mich darum.

Infos für alle: Am Alten Rathaus soll es eine digitale Tafel mit Infos geben. Für alle Bürger und für Urlauber.

Freizeit: Wir brauchen sichere Wege für Fahrräder. Und der Schellererpark soll ein schöner Ort für Treffen sein.

Ehren-Amt fördern: Ehren-Amt bedeutet: Menschen helfen anderen Menschen in ihrer Freizeit.
Sie bekommen dafür kein Geld.
Zum Beispiel im Sport-Verein. Besonders wichtig sind uns die Blaulicht-Organisationen.
Das sind zum Beispiel: Die Freiwillige Feuerwehr. Das Rote Kreuz. Diese Menschen helfen uns, wenn es brennt oder wenn jemand verletzt ist. Wir wollen diese Menschen unterstützen.

Gutes Trinkwasser für Alle: Wasser ist lebens-wichtig.
Früher kam unser Wasser oft von weit weg. Das nennt man Fern-Wasser.
Wir wollen das ändern. Wir wollen unser Wasser wieder selbst aus der eigenen Nähe holen.
Dafür nutzen wir alte Quellen und suchen neue Quellen.
So haben wir immer genug eigenes Wasser.

Geld und Haushalt: Ein Haushalt ist wie ein Spar-Schwein für eine Stadt oder Gemeinde.
Wir brauchen genug Geld, um unsere Ziele zu bezahlen.
Damit wir immer genug Geld haben, wollen wir: Mehr Platz für Häuser zum Wohnen (Bau-Gebiete). Mehr Platz für Firmen zum Arbeiten (Gewerbe-Gebiete). Wenn Firmen und Menschen hier leben und arbeiten, bezahlen sie Steuern.
Dieses Geld hilft uns, alles stabil zu finanzieren.

Mein Fazit
Nach der Veranstaltung war ich zuerst unzufrieden. Ich konnte in der Halle nicht über alle meine Ideen sprechen. Aber jetzt blicke ich nach vorne. Ich möchte Viechtach besser machen.

Haben Sie Fragen? Dann sprechen Sie mich gerne an!